Von der Herausforderung zur Chance Förderung und Unterstützung suchtbelasteter Familien

Unser Ziel ist es, dass Mütter nach ihrer Zeit im Mutter-Kind-Haus Bonn in der Lage sind, Verantwortung für sich und ihr Kind dauerhaft und selbständig zu übernehmen. Hierzu gehören ein stabiles und drogenfreies Leben sowie – wenn möglich – eine berufliche oder persönliche Perspektive für die Zukunft. Diese Entwicklung dorthin erfolgt in kleinen, realistischen Schritten.

Zu den möglichen Zielen gehören:

  • Zwischen Mutter und Kind besteht eine stabile und förderliche Beziehung.
  • Die Mutter übernimmt zuverlässig Verantwortung für die Versorgung und das Wohl ihres Kindes.
  • Das Kind entwickelt sich altersgerecht und seine grundlegenden Bedürfnisse werden zuverlässig erfüllt.
  • Die Mutter gestaltet ihr Leben zunehmend selbständig und entwickelt persönliche Stabilität.
  • Es bestehen unterstützende Beziehungen im sozialen Umfeld der Mutter.
  • Die Mutter nutzt vorhandene Hilfs- und Unterstützungsangebote in ihrem Lebensumfeld.
  • Falls ein Zusammenleben mit dem Kind nicht möglich ist, wird gemeinsam eine tragfähige Lebensperspektive für Mutter und Kind entwickelt.
Besondere Herausforderungen suchtbelasteter Mütter

Die Lebenssituation drogengefährdeter oder suchtbelasteter Mütter ist häufig von vielfältigen persönlichen und sozialen Belastungen geprägt. Diese schwierigen Lebenslagen können sich auch auf die Entwicklung der Kinder auswirken und machen gezielte Unterstützung notwendig.

Unsere Förder- und Unterstützungsangebote helfen Müttern dabei, psychosoziale Belastungen zu überwinden, ihre persönliche Stabilität zu stärken und Verantwortung für die Pflege, Erziehung und Entwicklung ihres Kindes zuverlässig wahrzunehmen.

Typische Belastungssituationen können unter anderem sein:

  • psychische Überforderung und starke persönliche Belastungen
  • Schwierigkeiten, den Alltag zu strukturieren und eigene Ressourcen zu nutzen
  • mangelnde Stabilität und geringes Selbstwertgefühl
  • Unsicherheiten in der Versorgung, Pflege und Erziehung des Kindes
  • fehlende Unterstützung durch Familie oder soziales Umfeld
  • belastende Partnerschaften oder konfliktreiche Lebenssituationen
Kinder aus suchtbelasteten Familien sind besonderen Risiken ausgesetzt

Der Suchtmittelmissbrauch bzw. die Suchtmittelabhängigkeit der Mutter bedingen besondere psychische und soziale Belastungen und Benachteiligungen. Die Folgen, die sich in diesem Zusammenhang immer wieder darstellen, sind als emotionale Überforderung bzw. Vernachlässigung sichtbar. Die Kinder leiden aufgrund ihrer unsicheren Bindungserfahrung zu ihrer Mutter, unter den Erfahrungen von häuslicher Gewalt und reagieren mit entsprechenden Verhaltensauffälligkeiten darauf.

Kinder, die mit diesem suchtspezifischen Risiko aufwachsen, tragen zudem selbst ein signifikant höheres Suchtgefährdungsrisiko in sich. Kinder aus Suchtfamilien erleben durch ihre Eltern unangemessene Strategien zur Konflikt- und Lebensbewältigung und sind demnach chronisch negativen Vorbildern ausgesetzt. Damit besteht die Gefahr, dass sich die Suchtgefährdung von einer Generation auf die nächste „sozial“ vererbt.

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